TÄTOWIERERIN & GRAFIKDESIGNERIN

FSK18 | München | Professional Overthinker
Year:
2026
MARCO
Küchenmesser und Mörser
Ich liebe es zu kochen, am liebsten ganze Menüs, die ich vorher recherchiere und für die ich neue Techniken ausprobiere und erlerne. Es fasziniert mich, wie man aus einer einfachen Zutat durch Prozesse wie die Maillard-Reaktion oder Fermentation etwas wirklich Spannendes, gut Riechendes und Schmeckendes erschaffen kann. Ebenso spannend ist, wie die Kombination verschiedener Zutaten etwas völlig Neues hervorbringt, das entweder super lecker oder super ekelhaft ist 😁
Wenn die Arbeitszeiten und Bedingungen nicht wären würde ich gerne jeden Tag in einer Sterneküche stehen. Aber manche Leidenschaften behält man wahrscheinlich eh besser zuhause und beglückt Freunde und Familie damit.
Shibari Seile
Ich liebe Shibari wegen der Verbindung, die zwischen zwei Menschen durch die Seile entstehen kann. Da ist dieser intensive Augenkontakt, aber auch das Vertrauen, die Augen zu schließen und sich ganz in die Hände eines anderen Menschen zu begeben.
Mich fasziniert das Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Hingabe, zwischen Struggle und Loslassen. Das bewusste Entfachen eines Feuers und die Stille, wenn man aufhört, dagegen anzukämpfen. Begrenzung, die sich paradoxerweise nach Freiheit anfühlen kann.
Für mich ist Shibari weit mehr als das Binden von Seilen. Es ist Kommunikation ohne viele Worte, ein Spiel mit Nähe, Grenzen, Verletzlichkeit und Vertrauen. Man ist gezwungen, im Moment zu sein, den eigenen Kopf ein Stück weit loszulassen und sich wirklich aufeinander einzulassen. Vielleicht liebe ich genau diesen Widerspruch: dass etwas so Festes und Begrenzendes gleichzeitig so viel Weichheit, Intimität und Freiheit entstehen lassen kann.
Füße meiner Partnerin in einem Kristallglas
Die schönsten der Welt.
Plattenspieler Tonabnehmer
In einem früheren Leben war ich DJ und hatte ein eigenes Plattenlabel. Musik auf Vinyl hat für mich etwas ganz Besonderes. Der Tonabnehmer ist dabei ein kleines, unscheinbares Bauteil, das etwas beinahe Magisches möglich macht: Er tastet die Rillen einer Schallplatte ab und verwandelt winzige Bewegungen in Musik.
Ich mag diesen Gedanken, dass etwas so Kleines und Mechanisches etwas so Emotionales und Lebendiges hervorbringen kann. Und natürlich steckt darin auch ein Stück meiner eigenen Geschichte – eine Erinnerung an eine Zeit, in der Musik nicht nur etwas war, das ich gehört habe, sondern etwas, mit dem ich gelebt und das ich mit anderen geteilt habe.

Eine komplexe Frage. Ich bin mit meinem Körper zufrieden und liebe ihn mit all seinen Makeln. Ich fühle mich nicht gefangen in dem Körper, der mir zur Verfügung steht. Aber zum Körper gehört eben auch der Kopf, und der macht es mir manchmal schwer, einfach zu sein. Zu viel denken, hinterfragen, zerdenken – manchmal wäre es schön, einfach nur zu fühlen und den Moment sein zu lassen, ohne ihn direkt wieder im Kopf auseinanderzunehmen.





